Inmitten
eines herrlichen Parks sind Burg Matzen und Schloss Lipperheide zu
finden, wobei sich Matzen auf einem schmalen, auf drei Seiten steil
abfallenden Hügel über der Bundesstraße etwas westlich
von Brixlegg erhebt. Einst floss der Inn, der heute ca. 300 m entfernt
ist, direkt an der Nordwestseite der Burg vorbei, wodurch die Burg
zur Kontrolle der Straße und der bis ins 19. Jh. wichtigen Innschifffahrt
diente.
Etwas
westlich von Brixlegg sind genügend Parkmöglichkeiten vorhanden.
Matzen bildet den Ausgangspunkt für Wanderungen durch den herrlichen
Matzenpark. Zusammen mit dem Gasthaus Gut Matzen, Schloss Lipperheide,
Burg Lichtwehr, der Ruine Kropfsberg und dem Innwander- und Innradweg
bietet sich hier der außergewöhnliche Einblick in eine
herrliche Kulturlandschaft.

Vermutlich ist
der Ursprung von Matzen auch in einer der im Unterinntal zahlreich
vorkommenden Turmburgen der Grafen von Frundsberg zu sehen.
Typisch für
Matzen ist der mächtige sechsgeschossige Rundturm, der gerne
als "Butterfassturm" bezeichnet wird und im Osten der Anlage
steht. Die Kragsteine am Turm weisen auf einen ehemaligen Wehrgang
hin. Die Burananlage selbst ist lang gestreckt, hat einen viereckigen
Turm im Westen sowie den Palas im Südwesten.
Aus der wehrhaften
Anlage entwickelte sich
im 16. Jh. ein Schloss, in dem der Aspekt des Wohnens im Vordergrund
stand. Die um den Innenhof gruppierten Gebäude wurden mit Arkadenbögen
versehen. Aus der Zeit um 1500 stammen die reizvollen spätgotischen
Rankenmalereien.
Im ehemaligen Wirtschaftshof
an der Bundesstraße ist heute ein Restaurant eingerichtet, das
Gut Matzen.
Seit dem Jahre
2002 finden im Park verschiedene Veranstaltungen statt, die unter
dem Begriff "Matzener Sommer" zusammengefasst sind. Unter
anderen sind es Musikveranstaltungen.

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Schon
in römischer Zeit bestand auf dem Burghügel eine
Straßenstation, die als Mastiacum (Masciacum) bezeichnet wurde.
Davon leitet sich der spätere Namen Matzen ab.
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1176
ist die erste urkundliche Nennung von Burg Matzen zu finden. Besitzer
waren vermutlich die Grafen von Frundsberg, die im Unterinntal mehrere
Burgen besaßen und bis 1468 Matzen ihr Eigen nannten.
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1410
musste die Burg im Streit des Tiroler Adels mit seinem Landesfürsten
Herzog Friedrich mit der leeren Tasche zweimal eine mehrwöchige
Belagerung durch die Bayern über sich ergehen lassen.
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Um
die Mitte des 16. Jh. ließ der Burgherr Sigmund Fieger, der
durch den Schwazer Bergbau sehr reich geworden war, die Burg zu
einem Wohnschloss umbauen.
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Es
folgten mehrere Besitzer, so die Fieger, die
Ilsung und die Fugger.
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1703
fielen im Zuge des "Boarischen Rummels" die Bayern in
Tirol ein, verwüsteten, plünderten und brandschatzten
das Schloss.
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1734
kam Matzen an die Familie Pfeiffersberg. Da sie die hohen Erhaltungskosten
nicht aufgebracht konnte, verfiel die Anlage langsam. Grundstücke,
Höfe und Mobiliar wurden versteigert, der Untergang schien
besiedelt.
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Glücklicherweise
kaufte 1873 die Irin Fanny Read of Mount Heaton, eine Kusine des
Herzogs von Wellington, das Schloss. Damals waren nur noch wenige
Räume bewohnbar. Sie ließ die rund 100 Zimmer ausstatten.
Auch ihr Sohn kümmerte sich um den Besitz.
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1957
erwarb der amerikanische Architekt Ernst
Kump Schloss Matzen. Auch er erneuerte viele der bewohnbaren Räume,
ließ sie teilweise mit Bädern ausstatten und eine Zentralheizung
einbauen.
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Gegen
Ende der 90er Jahre des 20. Jh. war Schloss Matzen für Besucher
zugänglich, ist es jedoch jetzt wieder nicht. Heute ist das
Schloss im Besitz von Christoph Kump, der es derzeit verkaufen will.

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Reith im Alpbachtal
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